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Foto von Ono Kosuki

„W“ – wie Wiedereinstieg: Zurück ins Berufsleben nach Familienphasen und Elternzeit

Heute ist es selbstverständlich, dass Frauen wie auch Männer in Elternzeit gehen und sich der Familienbetreuung und Kindererziehung widmen. Oder das Angehörige über eine längere Zeit zu Hause gepflegt werden, so dass irgendwann der Wiedereinstieg in das Berufsleben ansteht.

Auch heute noch gestalten sich familienbedingte Auszeiten in der Mehrheit noch eher als typischer Lebensabschnitt in der Biografie von Frauen. Und mehr als 8 von 10 Frauen wollen gerade auch nach einer familienbedingten Auszeit wieder erwerbstätig sein. Und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf macht das auch möglich. Gleichzeitig braucht es auch die Wirtschaft und die Unternehmen, um die beruflichen Ambitionen der Wiedereinsteiger*innen realisieren zu können.

Auch Unternehmen erkennen mehr und mehr das Potenzial von Wiedereinsteiger*innen. Und schon heute gibt es Branchen, aus denen Berufsrückkehrer*innen und Wiedereinsteiger*innen als qualifizierte und motivierte Mitarbeiter*innen nicht mehr wegzudenken sind.

Unternehmen, die zu ihren Erfahrungen mit Wiedereinsteiger*innen und Berufsrückkehrer*innen befragt wurden, zeichnen ein durchaus positives Bild.

Es verdeutlicht zudem, dass insbesondere in Branchen mit hohem Frauenanteil die Erkenntnis wächst, dass sich das Engagement von Unternehmen für die Rückkehr ihrer Mitarbeiter*innen nach einer familienbedingten Auszeit gerade auch angesichts des Fachkräftebedarfs betriebswirtschaftlich lohnt: eine „Win-Win-Situation“.

Trotzdem stellt eine Rückkehr in die Berufstätigkeit für viele Frauen und Männer eine Herausforderung dar. Deshalb sollte dieser Schritt frühzeitig geplant und bewusst gestaltet werden. Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt: auch der Weg zurück in das Berufsleben. Die Abstimmung inner-halb und Unterstützung durch die Familie ist dabei für einen gelungenen Wiedereinstieg unerlässlich.

Qualifizierung und Weiterbildung

Unsere Arbeitswelt wandelt sich ständig. Auch wandeln sich technische und fachliche Anforderungen an die Beschäftigten und die Halbwertszeit für Wissen verkürzt sich zusehends. Lebenslanges Lernen ist zur Notwendigkeit geworden: branchenübergreifend und erwerbsbegleitend. Im Falle beruflicher Auszeiten verändert sich die Bedeutung des Lernens nicht unmaßgeblich.

Und je länger eine Erwerbsunterbrechung dauert, desto notwendiger ist es, passgenaue Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote in Betracht zu ziehen, um den Anschluss an die aktuellen Anforderungen im Beruf nicht zu verpassen und so die erforderlichen Voraussetzungen für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen.

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